Fachbegriffe im Leasing

Finanzleasing

Im Finanzleasing wird zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber eine mittel- oder langfristige Grundleasingzeit festgelegt, die unkündbar ist und aus steuerlichen Gründen zwischen 40% und 90% der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts liegt. Der Ausdruck Leasing ist Umgangssprachlich, beschreibt aber das Finanzleasing. Der Restwertvertrag bzw. Kilometervertrag sind weitere Varianten, wobei die Form des Kilometervertrages die gängigere ist.

Finanzleasingfaktor

Aus den leasingrelevanten Einflussgrößen Rabatt, Laufzeit, kalkuliertem Restwert und dem Zins ergibt sich der Finanzleasingfaktor bzw. Leasingfaktor. Die Leasingrate wird dann aus dem Gesamtlistenpreis des Fahrzeuges und dem Finanzleasingfaktor errechnet.

Finanzleasingrate (=Leasingrate)

Die Finanzleasingrate – ugs. Leasingrate – definiert das monatliche Entgelt für die Nutzungsüberlassung des Leasingobjekts. Zur Berechnung der Leasingrate sind hierbei der Finanzleasingfaktor und der Gesamtlistenpreis des Fahrzeugs die wichtigsten Faktoren.

Firmenleasing

Sobald eine juristische Person als Leasingnehmer auftritt, spricht man von Firmenleasing. Unternehmen profitieren vor allem aus steuerlicher bzw. finanzieller Sicht vom Leasing.

Flottenleasing

Man spricht bei gewerblichen Leasingnehmern mit mehreren Fahrzeugen vom sog. Flottenleasing. Leasinggesellschaften bieten Fuhrparkmanagement-Dienstleistungen als Erweiterung zum reinen Fahrzeugleasing an. Dabei werden jegliche administrative Aufgaben im Bereich der Fahrzeugflotte übernommen.

Folgevertrag

Ein Leasingnehmer hat die Möglichkeit, einen Folgevertrag gegen Ende eines ablaufenden Leasingvertrages abzuschließen. Dabei wird der vorhandene Vertrag lediglich verlängert, wenn der Leasingnehmer das Fahrzeug weiter nutzen bzw. leasen möchte. Man spricht von einem Leasingrückläufer, wenn das Fahrzeug an den Leasinggeber zurückgeht.

Freigrenze

Zu Beginn von Leasingverträgen mit Kilometerabrechnung muss der Leasinggeber eine Kilometer-Freigrenze festlegen. Wenn der Leasingnehmer zum Vertragsende mit seinen gefahrenen Mehrkilometern diese vereinbarte Toleranzgrenze nicht überschreitet, muss keine Nachzahlung an den Leasinggeber erbracht werden.

Fuhrparkmanagement

Alle operativen und administrativen Aufgaben werden in Hinblick auf die Fahrzeugflotte beim Fuhrparkmanagement von der Leasinggesellschaft übernommen. Der Leistungsumfang beträgt hierbei die Bestellung der Fahrzeuge, die Abwicklung von Wartungs- und Reparaturarbeiten und das Schadensmanagement.

Full Service Leasing

Zusätzliche Serviceleistungen im Finanzleasingvertrag können beim Full Service Leasing vereinbart werden. Durch diese Servicekomponenten kann der Leasingnehmer die Eigenleistung der objektbezogenen Kosten für Wartung, Versicherung, Reperatur, usw. selber eingrenzen und in der Zukunft transparenter und besser kalkulierbar machen.