Fachbegriffe im Leasing

Laufleistung (=Fahrleistung)

Die Laufleistung – auch Fahrleistung genannt – gibt die jährlich zu fahrenden Kilometer an, welche im Vertrag vorher festgelegt wurden. Die Gesamtfahrleistung ist als die Laufleistung während der gesamten Laufzeit des Leasingvertrages definiert. Die Laufleistung ist zentraler Bestandteil bei Kilometerleasing-Verträgen, im Gegensatz zu Teilamortisations-Leasingverträgen.

Leasing ohne Schufa

Leasinggesellschaften sind in der Regel Vertragpartner der Schufa Holding AG, und holen Bonitätsauskünfte ihrer Kunden und Interessenten ein, und melden der Schufa im Gegenzug ihre Zahlungserfahrungen mit den eigenen Kunden. Leasing ohne Schufa oder schufafreies Leasing bedeutet, dass die Leasinggesellschaft nicht Vertragpartner der Schufa ist, und demzufolge dort keine Bonitätsanfrage stellt und keine eigenen Daten dorthin meldet.

Leasingerlass

Als steuerrechtliche Grundlage für die Behandlung von Leasingverträgen dienen die vom Bundesfinanzministerium herausgegebenen Leasingerlasse von 1971 und 1975. Dieser Erlass regelt die Anerkennung der steuerlichen und wirtschaftlichen Eigentümerschaft eines Wirtschaftgutes. Nachdem 1971 der Mobilien-Leasingerlass für Vollamortisationsverträge veröffentlicht wurde, folgte 1975 der Erlass für Teilamortisationsverträge.

Leasingfähigkeit

Wenn die Kriterien der Drittverwendungsmöglichkeit und der Wertbeständigkeit erfüllt sind, besteht eine Leasingfähigkeit eines Wirtschaftgutes. Dies gilt für bewegliche (Mobilien) und unbewegliche Güter (Immobilien).

Leasinggeber

Leasinggeber erscheinen als Leasinggesellschaften in den Leasingverträgen. Sie bilden Tochtergesellschaften von Automobilherstellern oder Banken.

Leasinggesellschaft

Leasinggesellschaften benötigen zum Betreiben ihrer Geschäfte eine Genehmigung von der Bafin (Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleitungsaufsicht). Eine monatlich aktualisierte Liste der zugelassenen Leasinggesellschaften kann man auf der Internetseite der Bafin einsehen.

Leasinglaufzeit (=Laufzeit)

Die vertraglich ausgemachte Dauer für die Gebrauchsüberlassung des PKW stellt die Leasinglaufzeit im Kfz-Leasing dar.

Leasingnehmer

Der Leasingnehmer erlangt für die Zahlung eines Entgeltes vom Leasinggeber die Nutzungsrechte an einem Leasingobjekt für einen bestimmten Zeitraum. Leasingnehmer können sowohl natürliche als auch juristische Personen sein.

Leasingobjekt

Ein Leasingobjekt ist als ein Wirtschaftsgut definiert, welches dem Leasingnehmer zur Nutzung überlassen wird.

Leasingrückläufer

Als Leasingrückläufer werden jene Fahrzeuge bezeichnet, die nach Ablauf der Leasinglaufzeit an die Leasinggesellschaft zurückgegeben werden, sofern der Leasingnehmer das Fahrzeug nach Vertragsende nicht übernehmen möchte.

Leasingsonderzahlung/ Anzahlung/ Mietsonderzahlung

Zu Beginn eines Leasingvertrages kann eine Einmalzahlung vereinbart werden. Diese Sonderzahlung ist eine Vorauszahlung für die Leasingraten und reduziert diese über die Laufzeit hinweg. Die Leasingsonderzahlung bzw. Anzahlung oder Mietsonderzahlung hat aus Sicht des Leasinggebers zusätzlich die Funktion, eine Sicherheit gegenüber dem Leasingnehmer bei dessen Zahlungsunfähigkeit darzustellen.

Leasingvertrag

Ein Leasingvertrag ist im zivilrechtlichen Sinn ein Nutzungsüberlassungsvertrag. Das Leasingobjekt wird vom Leasinggeber beschafft und finanziert und wird dem Leasingnehmer gegen Zahlung eines vereinbarten Leasingentgelts zur Nutzung erlassen. Eine einheitliche Definition des Begriffs “Leasing” gibt es jedoch weder in der Wirtschaftspraxis noch in der Literatur. Der Leasingvertrag basiert auf den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Leasinggesellschaft bzw. den Rahmenverträgen mit dem Kunden und regelt somit sämtliche Rechte und Pflichten beider Vertragspartner.